
Der Hundeauslauf im Volkspark Friedrichshain hat zwei Tore, und ich benutze inzwischen nur noch eins davon. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber nicht, wenn man wie ich gerade erst lernt, was Berlin mit Hund eigentlich bedeutet, und mitten im Hundetraining für Anfänger steckt, bei dem sich jede Entscheidung anfühlt, als könnte sie alles ruinieren. Hundeauslaufgebiete gibt es in dieser Stadt offiziell achtundzwanzig, von der Hasenheide bis weit in den Norden. Die Zahl klingt beruhigend. Für einen Mischlingshund, dessen Erziehung ich noch übe, sagt sie am Ende trotzdem nichts darüber, ob eine Fläche wirklich passt.
Hinweis, bevor es weitergeht: Dieser Text ist meine ehrliche Erfahrung als jemand, die sich das Ganze gerade erst mühsam erarbeitet — kein Ratgeber von oben herab. Er enthält Affiliate-Links, über die ich eine Provision bekomme, wenn du dort etwas kaufst — für dich ändert sich am Preis nichts. Ich verlinke nur, was ich selbst benutzt habe, meistens um sechs Uhr morgens, wenn Loki beschlossen hat, dass Schlafen jetzt vorbei ist. Meine komplette Offenlegung findest du hier.
Achtundzwanzig Hundeauslaufgebiete, ein einziges Testgelände
Berlin hat fast überall Leinenpflicht, außer in genau diesen ausgewiesenen Flächen.
Das habe ich erst richtig verstanden, nachdem Loki bei einer der ersten Begegnungen mit einem fremden Hund fast die Leine aus meiner Hand gerissen hat. Seitdem bin ich durch mehrere der offiziellen Gebiete gezogen, auf der Suche nach dem einen, das zu uns passt. Mein zweiter Onlinekurs, die Traumhund-Challenge, hat mir dabei wenigstens eine Struktur gegeben — 54 Trainingsspiele, verteilt auf ein ganzes Jahr, was mir sehr entgegenkommt, weil ich nach zehn Minuten Training meistens schon wieder vergessen habe, was der Plan eigentlich war.

Am Ende ist der Volkspark Friedrichshain übrig geblieben. Nicht weil er der schönste ist, sondern weil er klein genug ist, dass ich Loki nicht ständig aus den Augen verliere, und trotzdem groß genug, dass er sich nicht eingesperrt fühlt.
Warum die ganz großen Flächen bei uns nicht funktioniert haben
Es gibt in Berlin auch eine der größten unbefestigten Flächen der Stadt — komplett offen, ohne Bäume, ohne Ecken, ohne irgendetwas, das den Blick begrenzt. Für einen Hund, der noch nicht gelernt hat, seine Aufmerksamkeit selbst zu steuern, ist genau das ein Problem: Er sieht am Horizont irgendeine Bewegung, und die Ohren gehen hoch, lange bevor ich überhaupt reagieren kann.
Was mir wirklich geholfen hat, solche Situationen früh zu erkennen, war ausgerechnet ein Kurs, der gar nicht nach Park-Wissen klingt: Mit Hunden sprechen. Die App für unterwegs wurde dabei mein wichtigstes Werkzeug — ein kurzer Blick, während Loki an der Leine zieht, und ich weiß wenigstens, ob das gerade Angst ist oder einfach nur Übermut. Wie ich das im Alltag nutze, habe ich ausführlicher in meinem Bericht über Mit Hunden sprechen lernen aufgeschrieben.

Ähnlich schwierig ist grundsätzlich der Grunewald: wunderschön, aber so weitläufig, dass ein Rückruf auf Distanz kaum zu leisten ist, sobald ein Hund einmal richtig losgelaufen ist.
Der eingezäunte Hundeauslauf: mein sicherer Hafen mit Nebenwirkungen
Der eingezäunte Bereich im Volkspark Friedrichshain war lange genau das für uns — dahin ging es fast täglich, sobald der Karabiner der Leine mit einem kurzen metallischen Klick einschnappte und Loki wusste, was das bedeutet. Von der Leine lassen konnte ich ihn dort, ohne dass er einfach verschwindet.
Ein Fehler aus dieser Zeit: Wenn er andere Hunde am Zaun angebellt hat, habe ich eine Sprühflasche mit Wasser genommen, um ihn zu unterbrechen. Hat nicht funktioniert. Er fand das Spiel — geradezu gewartet hat er darauf, nass gespritzt zu werden, als wäre es eine Belohnung.
Geholfen hat am Ende weniger Technik und mehr Timing: Strategien aus dem Kurs Hundetraining mit Erfolg, die eher damit arbeiten, WANN man eingreift, statt WIE laut. Ausführlicher beschrieben habe ich das in meinem Bericht Hundetraining mit Erfolg Erfahrungen.

Der Zaun gibt eine klare Grenze vor, ungefähr so, wie feste Absprachen in einer WG den Unterschied machen zwischen Chaos und einem Zusammenleben, das funktioniert. Man weiß, wo der Rahmen endet, und genau das macht es leichter, sich innerhalb davon zu entspannen.
Was ich außerdem bemerke: Diese Struktur wirkt inzwischen auch zu Hause nach. Wenn ich abends „Platz" sage, geht Loki mittlerweile von selbst auf seine Decke — ich muss ihn nicht mehr hinführen. Impulskontrolle, so nennt sich das in den Kursen, fühlt sich im Alltag eher an wie der Moment, in dem ein Kollege endlich aufhört, mitten in ein Meeting zu reden, bevor man selbst fertig ist.
Auf der offenen Wiese entscheidet sich, ob das Training wirklich trägt
Die offene Wiese direkt daneben ist das komplette Gegenteil: kein Zaun, keine feste Grenze, dafür mehr Platz zum wirklichen Rennen.
Hier entscheidet sich, ob das Training aus dem eingezäunten Bereich überhaupt trägt — ob Loki mich auch dann noch im Blick behält, wenn er theoretisch in jede Richtung verschwinden könnte. Die ersten Male ist genau das schiefgegangen: Ein Hund tauchte am anderen Ende der Wiese auf, und der Rückruf, den ich zu Hause immer wieder geübt hatte, existierte plötzlich nicht mehr.
Inzwischen klappt es öfter als nicht. Nicht, weil er auf der Wiese etwas komplett Neues gelernt hat, sondern weil das, was im Zaun geübt wurde, sich langsam auch außerhalb davon zeigt.
Eingezäunt oder offen: Wie ich mich jetzt entscheide
Meine Faustregel inzwischen: eingezäunt, wenn Loki unruhig wirkt, wenn viele fremde Hunde unterwegs sind, oder wenn ich selbst keine Kapazität habe, hundertprozentig aufmerksam zu sein. Offen, wenn er ausgeglichen ist und ich Zeit habe, ihn wirklich zu beobachten, statt nebenbei aufs Handy zu schauen.
Es ist kein Rätsel, das man einmal löst und dann nie wieder anfasst, sondern eher eine Einschätzung, die ich bei jedem Besuch neu treffe, je nachdem, was der Tag gerade hergibt.
Juliane aus meinem Kurs-Gruppenchat, die ungefähr zur gleichen Zeit wie ich angefangen hat, stellt dort regelmäßig genau die Fragen, die ich mich selbst nicht traue zu stellen — auch diese kam von ihr: Wann hört man eigentlich auf, den Zaun zu brauchen? Meine ehrliche Antwort darauf: Ich weiß es noch nicht genau.
Die Traumhund-Challenge begleitet mich jedenfalls weiter dabei, das herauszufinden, und bis dahin bleibt der Volkspark Friedrichshain mit seinen zwei Toren unser Testgelände.
| Produkt | Bewertung | |
|---|---|---|
| Traumhund-Challenge Top Pick | 9.2 | Mehr erfahren → |
| Hundetraining mit Erfolg | 8.5 | Mehr erfahren → |
| Mit Hunden sprechen | 8.1 | Mehr erfahren → |
Traumhund-Challenge
Vorteile
- ● 54 Trainingsspiele, perfekt für Planlose wie mich
- ● Begleitet einen ein ganzes Jahr lang Schritt für Schritt
- ● Ratenzahlung möglich (mein Bankkonto dankt)
Nachteile
- ✘ Nicht ganz günstig, aber jeden Cent wert
- ✘ Kein Live-Coaching bei akuten Nervenzusammenbrüchen